Trick 17: falsche Nocke befestigen im Pfeilschaft

*knack*, und ab ist die Nocke.

*Grrmbl*, aber zum Glück hast du dir ja schon die erste Folge meiner Trick 17-Videoserie angesehen und weißt, wie du den Rest der Nocke aus dem Pfeilschaft raus bekommst.

Du kramst in deiner Tasche nach einer Ersatznocke und schlägst dir mit der flachen Hand auf die Stirn!

Es ist die falschen Ersatznocken und diese sind zu dünn für den Pfeilschaft. Da fast jeder Pfeilschaft-Hersteller bei den Durchmessern sein eigenes Süppchen kocht, kann das auch wirklich leicht passieren.

Doch heute habe ich in der Trick 17-Serie eine Lösung für dich, wie du Nocken optimal in einem Pfeilschaft befestigst:

Nocke befestigen allgemein

Nocken werden nur in den Pfeilschaft eingesteckt, nicht geklebt.

So soll die Nocke bei einem sehr harten Aufprall des Pfeils aus dem Schaft geschleudert werden und dabei etwas von der Aufprallenergie mitnehmen. Im Idealfall bleibt der teurere Pfeilschaft dadurch ganz und nur die günstigere Nocke ist defekt oder verloren.

Sieh dir dazu auch mein Video über die Pfeilnocke in der Serie „Bogenblog Basics“ an.

Durchmesser bei Pfeilschäften

Ein Pfeilschaft wird mindestens durch folgende Werte spezifiziert:

  • Innendurchmesser (ID)
  • Aussendurchmesser (AD)
  • Spine
  • Gewicht
  • Länge
  • Rundlauf

Der Innendurchmesser ist bei einem Typ Pfeile in der Regel gleich. Der Aussendurchmesser variiert je nach Spine, denn der Unterschied zwischen Innendurchmesser und Aussendurchmesser ist die Masse des Pfeils und je „dicker“ ein Schaft, desto steifer ist er in der Regel auch.

Keine Standards bei den Pfeilschaft-Durchmessern

Bei den Innendurchmesser gibt es leider keine Industrie-Standards.

Einige dünne Pfeilschäfte, wie der Aurel Oryx oder der Easton Deep Six Injexion haben einen Innendurchmesser von  0,166″ / 4,2mm (Easton G-Nocke).

Einige Importe aus Asien haben aber einen Innendurchmesser von 0,175″ / 4,445mm z.B. Bearpaw Penthalon slim line oder Litosphere traditional.

Diese 2/10mm machen aber den Unterschied aus, ob eine Nocke passt oder nicht.

Wer ein Gefühl für die Menge an unterschiedlichen Innnendurchmessern bei Pfeilschäften bekommen möchte, kann sich z.B. das pdf der Firma Beiter mal ansehen. In der Tabelle sind einige Durchmesser aufgeführt.

Übrigens ist in dem pdf der Firma Beiter auch der Trick mit dem Teflonband nochmal empfohlen.

Nocke befestigen bei Holzpfeilen

Für Holzpfeile klappt dieser Trick leider nicht, da dort die Nocken entweder in den Holzschaft als Schlitz eingesägt werden (self nocks) oder auf einen Konus, zu dem man den Schaft anspitzt, aufgeklebt werden.

Der Vorteil bei Holzpfeilen ist, dass es im wesentlichen nur 2 Durchmesser gibt: 5/16″ und 11/32″. Alle anderen Durchmesser sind kaum verbreitet, so dass man bei der Ersatznocke zumindest eine 50:50 Chance hat, die richtige Größe dabei zu haben.

Fazit zum Nocke befestigen im Notfall bei Carbonschäften

Natürlich sollte man für seinen Pfeilschaft die passenden Pfeilnocken verwenden. Dieser Trick kann in Ausnahmefällen helfen, dass man einen Pfeil weiter verwenden kann oder wenn man Nocken von Drittanbietern wie Beiter verwendet, damit sie absolut exakt sitzen.

Wer bei seinen Nocken ganz auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehle ich Pin-Nocken zu verwenden. Dies ist bezüglich Haltbarkeit und Stabilität sicher die optimale Lösung und den Aufpreis im Vergleich zu Standardnocken absolut wert.

Welche Erfahrung habt ihr mit unterschiedlichen Nocken bereits gemacht?

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