Welche Bogenlänge sollte ein Sportbogen haben

„Welche Regeln kann man in Bezug auf Bogenlänge aussprechen?“

Diese Frage wurde von euch in den Kommentaren zu dem Artikel „Wie stark sollte mein Bogen sein?“ gestellt.

Die Frage nach der Bogenlänge, ist auch fast genauso grundlegend, wie die Frage, nach der richtigen Stärke eines Bogens.

Auch hier gibt es keine absolute Antwort, keine Regeln. Die optimale Bogenlänge ist immer ein Kompromiss.

Alle Tabellen und Werte die sich so im Internet und der Literatur finden, sind eine Empfehlung an Hand von Erfahrungswerten für eine bestimmte Disziplin im Bogenschiessen.

Was sind die grundlegenden Parameter im Überblick, die für die Wahl der Bogenlänge entscheiden sind:

  • Stacking
  • Fehlertoleranz
  • Geschwindigkeit der Pfeile
  • Führigkeit

Stacking in Relation zur Bogenlänge

Was bedeutet Stacking

Schauen wir uns das Auszugsdiagramm unseres Musterbogens nochmal an. Ich habe hier die Kurve mal für Auszugslängen bis 38″ theoretisch fortgesetzt.

Kraft-Wege-Diagramm Stacking

Man sieht, dass die Linie zum Ende hin nun sehr stark, überproportional ansteigt.

In Realität haben wir bei manchen Bögen das Gefühl, dass wir sie ab einem bestimmten Punkt einfach nicht weiter ausziehen können, das „einfach Schluss“ ist.

Doch rein physikalisch könnten wir ihn schon weiter ausziehen. Einigen Millimeter oder dann Micrometer. Nur die Kraft die wir dafür benötigen wird dabei so groß, dass es irgendwann unsere Muskelkraft übersteigen würde.

Den Punkt ab dem die Kraftzunahme überproportional zur Auszugslänge wird, nennt man den Beginn des Stacking. In der Praxis ist das die Auszugslänge, bis zu der ein Bogen sich bequem und effizient schiessen lässt.

 

Stacking und Bogenlänge

Schaut man sich die Kraft-Wege-Diagramme verschiedener Bögen an, stellt man fest, dass kurze Bögen schneller in den Bereich des Stacking kommen, als lange Bögen. Das liegt einfach daran, dass das Stacking eintritt, wenn der Sehnenwinkel am Tip 90° übersteigt.

Bei 90° wird ein Maximum der Zugkraft in die Biegung des Wurfarms verwandelt. Unter 90° geht ein Teil als Stauchung des Wurfarms verloren, bei mehr als 90° wird ein Teil der Kraft für die Streckung des Wurfarm verwendet.

Hier findet man eine anschauliche Grafik und Erklärung dazu.

Schauen wir uns das an einem plastischeren Beispiel an:

Bogenlänge und Winkel zu Stacking

In der Grafik sind drei verschieden lange Bögen dargestellt.

Die schwarz-gestrichelte Linie bis zum roten Punkt stellt die Auszugslänge des Schützen dar, die ja durch seine Armlänge definiert ist. Siehe hierzu auch nochmal den Artikel über die Bogenstärke.

Du siehst auf dem Bild, dass der kurze Bogen einen Winkel zwischen Sehne und Tip von deutlich über 90° hat. Dieser Bogen liegt damit im Bereich des Stackings.

Der ganz lange Bogen hat einen Winkel von unter 90°, da wäre also noch etwas mehr Auszug möglich.

Der mittlere Bogen hat einen Winkel von genau 90°, was dem Optimum entspricht.

 

Warum sollte uns als Bogenschützen dieses Stacking überhaupt interessieren?

Weil es beim Bogenschiessen auf eine optimale Reproduktion des Bewegungsablauf ankommt.

Wir ziehen immer gleich weit aus, damit der Pfeil immer die selbe Beschleunigung erfährt und somit immer die annähernd selbe Flugbahn hat, die sich beim zielen vorausberechnen lässt.

Einen Bogen im Bereich des Stackings immer bis zum exakt gleichen Punkt auszuziehen ist schwieriger, den bereits geringe Abweichungen in der Auszugslänge wirken sich ja exponentiell auf die Kraft und damit auf den Pfeil aus.

 

rechnerische Annäherung an die optimale Bogenlänge

Nach dem du nun weißt, dass Stacking bei einem Winkel von mehr als 90° zwischen Wurfarm und Sehne entsteht und nach dem du deine Auszugslänge kennst, kannst du natürlich versuchen, die optimale Bogenlänge theoretisch zu errechnen.

Dazu brauchen wir die Trigonometrie in einem rechtwinkligen Dreieck.

hypothetische Berechnung der Bogenlänge

Gamma ist mit 90° gegeben. Die Hypotenuse entspricht der Auszugslänge. Rechnen wir hier mal mit 28″ als Beispiel für einen 1,80m großen Bogenschützen.

Als optimalen Sehnenwinkel an der Zughand nehmen wir auch 90° an, in unserem Dreieck ist alpha also 45°, da wir ja nur einen Wurfarm betrachten.

Dann lässt sich die Kathete a mit der Formel: a = (sin alpha)*Auszugslänge berechnen.

In unserem Beispiel ergibt das 23,83″ als Länge für einen Wurfarm.

Kombiniert man diesen Wert mit der Annahme eines 21″ langen Standard-Mittelteils, kommen wir auf eine Bogenlänge von 68,65″ was der allgemeinen Empfehlung für 1,80m große Bogenschützen entspricht.

Natürlich hat diese Berechnung aber eher einen hypothetischen Charakter. In der Praxis gibt es weitere relevante Faktoren, als nur die optimalen Winkel. Zudem wird die Länge des Mittelteils bei der Berechnung ignoriert, ebenso wie die Biegung des Wurfarms als Kreisbogen, statt als Gerade.

 

Sehnenwinkel und Lösefehler

Ein zweiter, offensichtlicher Zusammenhang besteht zwischen dem Sehnenwinkel und den Komfort, den man beim lösen der Sehne hat.

Im traditionellen Bogenschiessen wird der mediterane Griff an die Sehne verwendet. Das heisst, zwei Finger sind unter dem Pfeil, ein Finger ist über dem Pfeil an der Sehne. Diese drei Finger haben eine gewisse Höhe, selbst wenn man kleine Hände hat. Bei einem sehr spitzen Sehnenwinkel klemmt die Sehne die Finger förmlich ein. Mit ein Grund, warum im Compoundbereich überwiegend auf mechanische Lösehilfen gesetzt wird.

Diese eingeklemmten Finger sind nicht nur unangenehm während des Vollauszug, sondern erschweren auch ein sauberes Lösen der Sehne. Die Finger können sich kaum gleichmäßig öffnen und die Gefahr von seitlichen Impulsen auf die Sehne und damit auch auf den Pfeil, ist sehr hoch.

Auch die optimale Kraftverteilung auf die einzelnen Finger, mit 70% auf den Mittelfinger, 10% auf dem Zeigefinger und 20% auf dem Ringefinger sind mit eingequetschten Fingern kaum konstant zu realisieren.

Diese Faktoren erhöhen also deutlich die Gefahr von Lösefehlern, bei kurzen oder sehr kurzen Bögen.

Abhängig von Schiesstil kann ein kürzerer Bogen auch verhindern, dass man zuverlässig seine Ankerpunkte im Gesicht erreicht. Wenn man sich vorstellt, dass im olympsichen Bereich oft die Kinnmitte und die Nasenspitze als Referenzpunkte verwendet werden, dann kann man sich auch vorstellen, dass man bei einem kurzen Bogen schon Pinoccio heissen muss, um diese Punkte zu berühren.

 

längere Bögen sind Fehler-toleranter

Die häufige Aussage, dass lange Bögen fehlerverzeihender und kurze Bögen nervöser sind, leitet sich also aus den oben genannten Faktoren ab.

Durch das Stacking wirken sich kleine Abweichungen im Auszug deulicher aus und eingeklemmte Finger verhindern ein sauberes lösen der Sehne.

Kurze Wurfarme fühlen sich auch härter an im Auszug, da die selbe Kraft auf einer kurzen Strecke verteilt, aufgebaut werden muss.

Daraus könnte man nun ableiten, dass ein möglichst langer Bogen immer das Optimum sei. Schauen wir uns daher an, was für einen kurzen Bogen spricht.

 

Kurze Bögen sind schneller

Nimmt man zwei Bögen mit der gleichen Zugkraft die unterschiedlich lang sind, wird der kürzere Bogen den selben Pfeil schneller abschiessen.

Das liegt an der Masseträgheit. Die langen Wurfarme brauchen nach dem Lösen einfach länger bis sie nach vorne gehen. Dabei geht bereits Energie verloren.

Noch dazu haben die längeren Wurfarme eine größe Fläche und somit mehr Windwiederstand.

Diese Wahrnehmung würde natürlich noch viel stärker werden, wenn man einen langen Langbogen mit einem kurzen Recurve vergleicht, da der Recurve von Haus aus auf Grund seiner Konstruktion schon schneller ist.

Und wie bei dem Artikel zu der Bogenstärke ausgeführt, ist ein schneller Bogen gut, wenn man ein Ziel-Referenz-System verwendet.

 

Führigkeit im Gelände

Und hier kommt spätestens wieder der Einsatzzweck, bzw. die Disziplin beim Bogenschiessen zum tragen, für die wir den Bogen verwenden wollen.

Ein olympischer Bogenschütze, der auf einem ebenen Sportplatz schiesst und vielleicht noch ein großes Stabilisatoren-System an seinem Bogen montiert hat, muss sich um Führigkeit keine Gedanken machen.

Wer aber im 3D-Parcours unterwegs ist und vielleicht mal aus einer halben Van-Damm-Spagat-Position unter einem Ast hindurch sein Ziel treffen möchte, wird um jeden Zentimeter froh sein, den der Bogen kürzer ist.

Gleiches würde bei der Bogenjagd gelten, wenn beim Pirschen im Wald ein versehentliches Anstoßen mit dem Bogen an einem Busch über den Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann.

 

Langes Mittelteil, kurze Wurfarme

Nun könnte man natürlich auf die Idee kommen, die beiden Extreme zu verbinden, um das Beste der beiden Konstruktionen zu erhalten.

Zum Beispiel in dem man kurze Wurfarme an ein langes Mittelteil schraubt. Das ist auf dem folgenden Bild schematisch dargestellt.

extreme Bogenlänge

Tatsächlich ist damit die maximale Auszugslänge größer, bevor das Stacking beginnt, als bei den selben Wurfarmen an einem kurzen Mittelteil.

Die kurzen Wurfarme sind sehr wahrscheinlich auch schneller, als längere Wurfarme die mit einem kürzeren Mittelteil einen gleich langen Bogen ergeben würden.

Durch die hohe Masse im Mittelteil, die einen Teil der Restenergie absorbiert, die nicht auf die Sehne übertragen wird, würde der Bogen sogar noch schussruhiger wirken.

Bis auf die Führigkeit, also ein scheinbar optimales Konzept.

Doch der Haken ist die Materialbelastung. Ein so extremer Bogen würde extreme Kräfte in den Wurfarmen durch die starke Biegung entwickeln und durch den kurzen Weg wäre der Übergang zwischen Wurfarmen und Mittelteil eine gefährdete Stelle. Die Haltbarkeit eines Bogens ist für viele Schützen ja auch ein wichtiger Faktor.

Daher setzen sich solche Extreme auch kaum als kommerzielles Massenprodukt bei den traditionellen Bögen durch. Die mir bekannten Hersteller, die solche Konzepte versucht haben, haben auch Probleme mit der Haltbarkeit bei diesen Modellen bekommen.

Bei den Compoundbögen hat man im Grunde sehr kurze Wurfarme und ein im Vergleich langes Mittelteil, bei einer insgesamt sehr kleinen Bauweise, doch das ist mal einen eigenen Artikel wert.

 

Fazit

Du kennst nun die wesentlichen Parameter für die richtige Bogenlänge. Somit kannst du die Tabellen und Empfehlungen im Internet besser einschätzen.

Meine Empfehlung ist: passe die Bogenlänge deinem Einsatzzweck genau so an, wie die Bogenstärke.

Für das entspannte Bogenschiessen ist ein längerer Bogen sinnvoll, der das Lösen der Sehnen so einfach wie möglich macht. Geschwindigkeit ist hier nicht entscheidend.

16 Gedanken zu „Welche Bogenlänge sollte ein Sportbogen haben

  • 18.03.2016 um 19:21
    Permalink

    Hallo J-C,

    danke für die ausführliche Antwort auf die Frage.

    Gruß Rudi

    Antwort
    • 18.03.2016 um 20:09
      Permalink

      Hi Rudi,

      und es freut mich, wenn ich sie dir zu deiner Zufriedenheit beantworten konnte.

      liebe Grüße
      J-C

      Antwort
  • 18.03.2016 um 20:18
    Permalink

    Hallo Jean,
    Schau Dir bitte mal die Bögen von Jan Ift an, erstellt Deine Ausführung etwas auf den Kopf. Ich durfte diese super kurzen Recurvebögen auf der Paderbow ausprobieren und war völlig überrascht wie Leicht und angenehm sich diese sonst so giftigen kurzen Dinger schießen ließen.
    Ich dachte ich hätte einen viel längerungen Bogen in der Hand.
    Mit sportlichen Grüßen, Michael Pape

    Antwort
    • 19.03.2016 um 12:00
      Permalink

      Hallo Michael,

      dieser Artikel ist frei von einer Wertung in besser oder schlechter. Ich empfehle ja am Ende ausdrücklich, die Bogenlänge dem Einsatzzweck anzupassen, denn dann spielen die unterschiedlichen Konstruktions-Konzepte ihre Stärken auch voll aus.

      Daher kann kann ich da auch kein „auf den Kopf“ stellen erkennen, denn der Hersteller gibt ja selbst auf seiner Website z.B. für denn 44″ kurzen Recurve einen maximalen Auszug von 28″ an.
      Die Physik gilt also trotzdem, auch wenn die Bögen sicher wunderbar schiessen und erfrischend anders sind.

      liebe Grüße
      J-C

      Antwort
  • 19.03.2016 um 12:02
    Permalink

    Hallo Jean,
    erstmal ein Danke für Deine recht ausführliche Darstellung.
    Sehr verständlich und nachvollziehbar.
    Es ist alles, sagen wir mal unter dem physikalischen Gesichtspunkten dargelegt.
    Und nochmal, völlig richtig.
    Was bedeutet, das, was Michael Pape schrieb.
    Ich denke hier kommt der Aspekt des Materials zum Ausdruck.
    Natürlich hat das Material, die Materialzusammensetzung auch einen nicht unwesentlichen
    Einfluss auf das Zugverhalten etc.
    Was zudem bei der Auswahl der Bogenlänge in Betracht kommt und nicht vernachlässigbar ist, ist der persönliche Geschmack (Das Auge schießt mit).
    und das ist auch gut so.
    In diesem Sinne nochmals schönen Dank für Deinen Block.
    Werner

    Antwort
    • 19.03.2016 um 20:28
      Permalink

      Danke, Werner, für diesen Kommentar.
      Klar gibt es auch noch den ästhetischen Faktor bezüglich der Bogenlänge. Den habe ich hier tatsächlich außen vor gelassen.

      Antwort
  • 19.03.2016 um 14:04
    Permalink

    Hallo Jean,
    Deine Ausführungen, sind völlig zutreffend es lag mir möglich völlig fern, hier eine richtig oder falsch Bewertung aufzusetzen. Ich schätze Deine Ausführungen und verfolge sie immer mit großem Interesse. Denn Du machst es genau richtig, Wissen ist eins der wenigen Dinge im Leben das sich vermehrt wenn man es teilt. Und Du teilst auf eine lockere leichte Art und Weise die höchst bekömmlich ist.

    Irgendwie fielen mir bei Deinem kurzen Fazit die Bögen von Jan ein, die mich und meinem Bogenmeister noch auf der ganzen Heimfahrt beschäftigten.
    Als ich dieseBögen auf seinem Stand sah, dachte ich, was ist denn das eine Zwille? Die mache ich doch kaputt mit meinem Auszug von über 29″. Nach einer Diskussion darüber das solche kleinen giftigen Dinger zwar technisch machbar seien, aber wo bleibt der Komfort? Kriegten wir uns gar nicht ein und waren über diese Entwicklung in der deutschen Bogenbauerszene sehr angenehm überrascht.

    Mit sportlichen Grüßen, Michael Pape

    Antwort
    • 19.03.2016 um 20:32
      Permalink

      Hi Michael,

      alles gut! 🙂
      Ich bin auch begeistert, dass mit der steigenden Verbreitung des Bogensport auch immer mehr Menschen dazu kommen, die neue Ideen einbringen und neue Wege gehen. Gerade die Computer- und moderne Werkstofftechnik macht sicher noch viele Innovationen bei Pfeil und Bogen möglich, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.

      Antwort
  • 19.03.2016 um 14:26
    Permalink

    Hallo Jean,
    Ich musste in Deinem Blog antworten, denn dadurch habe ich einem alten Bekannten nach über 25 Jahren wieder gefunden
    Danke.
    Mit sportlichen Grüßen, Michael Pape

    Antwort
  • 20.03.2016 um 10:36
    Permalink

    Hay Jean,
    Deine Seite ist sehr interessant,bin selbst Bogenbauer und jetzt Bogensportabteillungsleiter in unserem Verein.Wir schießen nur
    Recurve und Primitiv-Langbögen keine Combound.
    Ich habe einen TD-Recurve mit 68″30# Auszug 28″bei 180cm Größe.
    Eigentlich optimale Länge aber immer
    eingeklemmte Finger,mein Ablass ist nicht ideal,da ich große Hände
    habe,ich zieh dann unterhalb des Pfeiles,Mein Langbogen hat 75″,da habe ich keine Probleme.
    Gruß Christian

    Antwort
  • Pingback: Bogenblog Basics: Maßeinheiten im Bogensport und ihre Umrechnung

  • 7.03.2017 um 08:27
    Permalink

    Hallo Jean,
    mit großem Interesse habe ich diesen Bericht über Bogenlänge gelesen. Wenn mich Schüler fragen, welchen Bogen sie kaufen sollen, suche ich oft hilflos nach passender Formulierung. Man weiß es ja, aber wie sagt man es… Ich sage dann immer, den Bogen auf technische Daten wie Zoll, Mittelstück, Auszug und Länge zu reduzieren bringt nicht viel, denn das homogene Ganze von Schütze-Bogen-Pfeil muss stimmen. Trotzdem brauchen Neulinge, die vom Vereinsbogen zum eigenen Bogen gehen wollen immer einen Anhaltspunkt. Auch sind mir bei Deiner Schlussfolgerung über die eingeklemmten Finger mehrere Groschen gefallen, denn ich bemerkte Lösefehler, speziell beim mediterranem Griff und Schießhandschuh, die ich nie richtig definieren konnte.

    Antwort
  • 29.07.2017 um 19:33
    Permalink

    Hallo! Für mich interessante Infos, insbesondere was die „eingeklemmten Finger“ anbelangt. Das Gefühl, dass meine Finger (mediteraner Griff) etwas geklemmt werden, kenne ich auch. Mein Recurve hat 68″ bei 30# bei einem Auszug von ca. 28″, meine Hände sind relativ groß und ich muss wohl ohnehin noch viel an der Sauberkeit beim Lösen der Finger arbeiten – scheint mir. Und zumindest ein Teil des Problems kann ich jetzt besser „zuordnen“.

    Da ich auf meinen Rolli angewiesen bin, habe ich mit einem kürzeren Bogen geliebäugelt weil ich stoße immer wieder mal an den einen Reifen. Ist insbesondere kurz vor dem Lösen für mich ablenkend. Aber nach vor allem den Infos „Sehnenwinkel und Lösefehler“ muss ich erstmal testen wie es dabei mit den Fingern (und dem Klemmen) aussieht.
    Beste Grüße, Andreas

    Antwort
    • 29.07.2017 um 19:46
      Permalink

      Ja, die Bogenlänge ist bei Rolli-Fahrern öfter ein Thema. Deswegen nutzen viele einen Compound. Aber wenn du traditionel Bogenschießen möchtest, würde ich einen längeren Bogen bevorzugen. Der ist einfach komfortabler und gerade am Anfang gutmütiger. Das Problem mit dem Anschlagen am Reifen bekommt man eher durch die Position in den Griff. Bin gespannt, was du für dich entscheidest.

      Antwort
      • 29.07.2017 um 20:15
        Permalink

        Hallo und Danke für die Antwort. Compound ist für mich nicht so reizvoll, „passt“ irgendwie nicht zu meiner Vorstellung für mich vom Bogenschießen. Technik, Aussehen etc. bei Compound finde ich durchaus interessant, aber viel Technik habe ich u.a. bedingt durch meine Arbeit. Das Prinzip traditionell Bogenschießen spricht mich einfach mehr an. Fühlt sich für mich entschleunigend an, ich finde es sehr entspannend, ich kann dabei sehr gut „abschalten“.

        Abgesehen davon – Komfort gefällt mir 😉 und das mein Bogen mit mir gutmütig ist macht ihn mir durchaus sympathisch! 😉 Gleichwohl werde ich mir mal bei Gelegenheit einen Recurve in 62″ genauer anschauen.

        An der Position muss ich u.a. noch insofern arbeiten, da ich je nach Haltung ein eher etwas „unruhiges“ Gefühl habe. Ich glaube, ich probiere da auch noch mal mit einem anderen, festerem Kissen.
        Beste Grüße, Andreas

        Antwort

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